Schotterpisten, Furten und eine mythische Schlucht

Todesmutig durchfuhren wir heute auf den Schotterpisten unsere ersten Furten und wanderten in eine atemberaubende Schlucht zu einem Wasserfall. Mythische Stimmung umgab uns im Kessel am Ende des Seitentals. Island ist gigantisch schön und bietet eine raue, abwechslungsreiche aber traumhaft tolle Natur.

Also das Gesthouse Fagrabrekka können wir wärmstens weiterempfehlen. Nicht nur die Unterkunft selbst ist wunderschön und hat eine grandiose Aussicht, auch das Frühstück ist extrem gut. Um 8.00 Uhr erwartete uns bereits frisch gebackenes Brot das gerade aus dem Ofen kam. Auch einen selbst gebackenen Orangen-Kuchen gab es und fast das wichtigste – einen anständigen Kaffee 😉

Gut gestärkt ging es anschließend Richtung Thorsmörk zur Schlucht Stakkholtsgjá. Was waren wir froh, als wir endlich ankamen. Aber zuerst einmal von vorne. Um zu dieser Schlucht zu gelangen ging es ein paar Kilometer über die Ringstraße. Das war kein Problem, die kannten wir ja. Irgendwann schickte das Navi uns links ab auf die Schotterpiste. Und nun begann der Spaß… Bald wurde die Schotterpiste immer und immer schlechter, bis wir nach ca. 5 km vor der ersten Furte standen. (Als Furte bezeichnet man übrigens eine Flachstelle in einem Bach- oder Flusslauf, mittels der das Gewässer zu Fuß, zu Pferd oder mit Fahrzeugen durchquert werden kann.) Hmmmm, und was machen wir jetzt? Wir hatten zwar nur wenig Vorbereitung auf diesen Urlaub, aber das war zumindest ein Punkt, dem wir uns im Vorfeld etwas genauer gewidmet haben. Wir hielten also an, stiegen aus und schauten uns dieses Wasserloch einmal genauer an. Dann fingen wir an Steine rein zu werfen um zu sehen, wie tief es ist. Kurz darauf kam auch schon ein weiteres Auto angefahren, dessen Fahrer sich wohl auskannte oder sowas schon öfter gemacht hat. Er fuhr zwar etwas langsam und hielt sich links, hatte aber keine Probleme durch die Furte zu fahren. Ah, ok, so macht man das also. Wir nichts wie rein ins Auto und schon waren wir durch unsere erste Furte durch. Im Laufe der Straße kamen noch ca. 15 weitere Furten, die uns mehr oder weniger keine Probleme gemacht haben. Bis wir vor einer Furte standen in der wir hätten baden gehen können. Wir hielten also wieder an, stiegen aus und versuchten die Methode mit den Steinen… Ähm nee, das wird nix. In der Zwischenzeit sahen wir auf der anderen Seite auch ein ähnliches Auto wie unseres ankommen. Auch diese Insassen stiegen aus und versuchten einen Weg zu finden. Aber vergebens… Dann kamen die Männer (also der von der gegenüberliegenden Seite) und auch Thorsten gleichzeitig auf die Idee die Treckingsandalen anzuziehen und sich ins Wasser zu stürzen, um einen Weg ans andere Ufer zu finden.

Thorsten stieg also todesmutig bei frostigen 7 Grad ins eiskalte Gletscherwasser mit starken Strömungen. Aber irgendwie half auch das nichts. Er sah aus wie der Storch im Salat, fand aber keine geeignete Stelle an der das Wasser nicht so tief war das wir samt Auto ertrinken würden. Auch denen auf der anderen Seite ging es nicht anders. So standen wir eine Zeit lang etwas ratlos am Wasserrand bis auf einmal ein Bus auftauchte der einfach mitten durch das Wasser fuhr – und zwar an der Stelle an der wir alle glaubten es sei am tiefsten. Nun ja, dachten wir, wenn der Bus das kann, dann können wir das auch. Wir stiegen also ins Auto und versuchten auch unser Glück… Es ist echt ein ganz komisches Gefühl, wenn man ins Wasser rein fährt und eigentlich vom Kopf her weiß, dass die Füße jetzt nass sein müssten. Zum Glück ist das nicht passiert und wir haben die Furt gut überstanden. So langsam bekamen wir auch ein Gefühl dafür, was wir unserem Auto (und auch uns) zumuten können.

Nach dieser ereignisreichen Fahrt waren wir froh an der Schlucht Stakkholtsgjá anzukommen. Dort erwartete uns ein steiniger Weg, ein seicht laufender Fluss und grün bedeckte Steilhänge. Ca. eine Stunde wanderten wir in die Schlucht hinein, bis wir an eine Gabelung kamen. Wir entschieden uns zuerst in das linke Seitental rein zu gehen. Am Ende dieses Seitenarms erwartete uns in einer Höhle ein Wasserfall, den wir uns natürlich etwas näher angesehen haben. Also hieß es krackseln. Dieser Aufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt. Bereits nach ein paar Minuten stand man wie in einem Kessel, von oben der Wasserfall und auch der Lichteinfall. Einfach eine mythisch schöne Stimmung. Selbstverständlich statteten wir auch dem anderen Seitental einen Besuch ab. Dieses war nicht ganz so spektakulär, aber nicht minder schön. Auch hier haben wir ein paar Fotos geschossen, ein paar Videosequenzen gedreht und einfach mal die Ruhe genossen.

Am Auto zurück ging es dann wieder durch die zahlreichen Furten und über die Schotterpisten bis zur Ringstrasse und zu unserer Unterkunft. Diese liegt oberhalb von einem Reiterhof. Wir haben hier ein kleines Haus bezogen welches am Hang gebaut ist, zum Tal hin zahlreiche Fenster hat und die Pferde an der Haustür vorbei spazieren. Auch dieser Tag vergeht ohne einen einzigen Tropfen Regen und jetzt kommt auch noch die Sonne raus J.

Morgen geht es nach Landmannalaugar, wir sind sehr gespannt.

Best Of Pics

Facts zu Island Tag 3

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durchfahrene Furten
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Autokilometer
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Videosequenzen
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Wanderkilometer

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