Auf den Spuren von Askja

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Beeindruckender Vulkan mit Milchig blauem Kratersee und einem herausfordernden, aber tollen Weg hin und wieder zurück. So karg die Gegend um den Askja – Vulkan ist so wunderschön ist sie, wenn das Auge richtig hinsieht.  

Heute hieß es etwas früher aufstehen, da uns eine lange Fahrt zum Vulkan Askja bevorstand.  Pünktlich um 8.00 Uhr ging es los auf die Straße. Als wir das Navi programmierten und noch gerade die Straßenverhältnisse prüften der Schock… Die Straße F88 die direkt zum Vulkan führt ist für unser Auto nicht passierbar. Eine Furte ist über Nacht so angestiegen, dass wir das mit unserem RAV nicht geschafft hätten. Hmmm und was nun? Umplanen? Schnell haben wir uns das Straßennetz der Umgebung etwas genauer angesehen und festgestellt, dass es auch noch eine andere Straße zum Vulkan gibt. Und zwar die F905 und die F910. Glück gehabt!!! Also gingen wir auf diese Pisten, wobei Piste hier im wahrsten Sinne des Wortes richtig ist. 

Nach ca. 50 km Asphalt endete der schöne Teil der Strecke und ging über in sehr gut befahrbaren Schotter. Dieser Teil dauerte ca. weitere 20 Kilometer, bis die richtige Hochlandpiste ihrem Namen alle Ehre machte. Wir durchfuhren Furten, mussten durch Lavafelder durch, über ganz viele Steine und auch Steinplatten und ziemlich hohen Treibsand. Zwischenzeitlich wurden wir heftig durchgeschaukelt und hatten das Gefühl zum Schüttelshake verarbeitet zu werden. 

Landschaftlich war die Fahrt jedoch eine reine Pracht. Wunderschöner Sonnenschein, tolle Wolkenformationen, Berge um uns herum die teilweise mit Schnee bedeckt waren, karge Lavawüsten mit roter und schwarzer Färbung, Steinfelder, Sanddünen, gelb-gold aussehendes Gewächs auf dem Lavafeld. Irgendwie war alles dabei was man nicht jeden Tag sieht. 

Nach 4 Stunden Fahrt und ca. 20 Fotostopps später kamen wir am Vulkan an. Hier gab es ganze 4 Häuser. Eins, welches als Duschhaus genutzt wurde, eins um vulkanische Aktivitäten zu messen, eine Information und ein Wohnhaus, welches wohl für die Wissenschaftler gedacht ist, die Messungen vor Ort durchführen. 

Askja ist ein Zentralvulkan und beherrscht ein ca. 200 km langes, von Südwest nach Nordost ausgerichtetes Spaltensystem. Der letzte Ausbruch war im November 1961. In den 1960er Jahren führte die NASA dort Exkursionen durch, um seine Astronauten am Besten auf die Mission auf dem Mond vorzubereiten. 1967 war Neil Armstrong auch hier in Island am Askja, um dieses Training zu absolvieren. 

„Wahrscheinlich der Mond-ähnlichste von den Exkursionsorten.“
Glen E. Swanson: Apollo Geology Field Exercises

In der Information haben wir den Tipp bekommen noch weitere 7 km hinauf zum Krater zu fahren. Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen. Als wir oben ankamen stellten wir unser Auto ab und gingen zuerst einen kleinen Hügel hinauf. Oben angekommen trauten wir unseren Augen kaum. Vor uns öffnete sich ein Tal, was sich kaum beschreiben lässt. Überall war feiner schwarzer Schotter, teilweise mit Schnee bedeckt und am Ende des Hochtals sahen wir die Berge, welche auch mit Schnee überzogen waren. Ab und an gibt es einen roten Hügel zu bestaunen und dann folgte wieder ein schwarzer. Ein Weg führte direkt durch diese unwirkliche schöne Welt. Am Ende des Wegs gingen wir wieder einen kleinen Hügel hinauf und blickten auf seiner Kuppe in den Kratersee. Milchig blaues Wasser beherbergte dieser und hatte eine Temperatur von 24 bis 28 Grad. Hinter dem Kratersee Viti war auf einer etwas höheren Ebene der Öskjuvatn – See. Gigantisch wieviel verschiedene Farben alleine der Krater hat und wie die einzelnen Schichten erkennbar sind. Wir blieben eine Weile dort und genossen die Umgebung, bevor wir einen Rundgang über die Kraterwand machten. Als wir oben waren fing der Wind auf einmal so heftig an zu wehen, dass wir schon dachten er weht uns runter. Schnell wurde es auch bitter kalt. 

Auf dem Rückweg zum Auto blickten wir immer wieder ungläubig zurück, ob das was wir gerade gesehen haben auch wirklich noch da ist. 

Ach ja, oben am Krater haben wir noch eine Schweizer Familie kennen gelernt. Die Eltern machen mit ihren beiden Töchtern, jeweils Anfang 20 für 2,5 Wochen Ferien auf der Insel. Mit Ihnen sind wir ins Gespräch gekommen. Mit ihnen zusammen haben wir in einer Kolonne den Heimweg angetreten und uns gegenseitig unterstützt bei den Furten und den einzelnen Toren, die wir auf den Brücken zu öffnen und zu schließen hatten.    

Heute haben wir zwar sehr viel im Auto gesessen, aber es war keine Minute lang langweilig. Zu schön war die Landschaft und auch das Holpern unseres 4×4`s. 

Morgen geht es über den Goðafoss, in das Städtchen Akreyir und an der Küste entlang nach Varmahlíð.

Best Of Pics

Fahrt nach Askia

Fahrt und Askia Vulkan

Askia Vulkan

Facts zu Island Tag 11

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Furten
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Auto-Kilometer
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Offroad-Kilometer
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Wanderkilometer

Askja is a 50 km2 caldera in the Dyngjufjoll mountains.

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