Schluchtenwanderung in Ásbyrgi

Eine Schlucht die aussieht wie ein Hufeisen und eine wunderschöne, abwechslungsreiche Wanderung. Wieder ein Tag voller Naturwunder die wir erleben durften. 

Auf der Fahrt zu unserem heutigen Ausgangspunkt haben wir am Morgen 1,5 Stunden gebraucht. Um von Myvatn nach Ásbyrgi zu kommen hätten wir auch eine schnellere Route nehmen können, da wir aber etwas vom Land sehen wollen nehmen wir auch mal die längere Fahrt in Kauf. Zuerst ging es über die Nr. 1, um anschließend auf die F845 und die F85 zu fahren. Besonders der Abschnitt an der Küste vorbei zeigte uns eine schöne Aussicht nach der anderen. Mehrmals hielten wir an, um uns die Landschaft genauer anzuschauen. 

An unserem Ausgangspunkt angekommen nahmen wir unsere Rucksäcke und schon ging es los. Zuerst kamen wir am Golfplatz vorbei bis wir links eine Felswand hoch klettern mussten. Oben angekommen, sahen wir bereits das erste Highlight. Den Canyon von Ásbyrgi. Das ist eine Hufeisenförmige Schlucht, die durch den Fluss Jökulsá á Fjöllum entstand. Heute gehört sie zum Jökulsárgljúfur-Nationalpark. 

Drei besonders starke Gletscherläufe (=>Flutwellenförmige, plötzliche Entleerung eines unterirdischen Gletschersees) haben der Schlucht ihre ungewöhnliche Form verliehen. Dies ereignete sich nach Ausbrüchen der Vulkane Kverkfjöll oder Bárðarbunga, die zum Vatnajökull gehören. Der erste Ausbruch fand vor 4000, der zweite vor 3000 und der dritte vor 2500 Jahren statt, wobei der letzte ein Höchstmaß von 200.000 m³/s erreichte (dies entspricht der vierfachen Stärke des Gletscherlaufs der Skeiðará von 1996). Vor 2000 Jahren verlagerte sich der Fluss dann nach Osten und hinterließ die hufeisenförmige Schlucht Ásbyrgi.

Auf dem linken Kamm der Schlucht ging es weiter für ca. 1,5 Stunden. Immer einem kleinen Trail nach der von rosa Heide, grünen tannenähnlichen Pflanzen und Steinen gesäumt war. Und immer wieder der herrliche Blick runter in die Schlucht. Am Ende der Schlucht angekommen suchten wir uns eine Raststelle und fanden sie sehr schnell oberhalb eines kleinen Sees. Für den schönen Ausblick während unserer Pause war also schon mal gesorgt. Thorsten legte sich etwas hin und Christina drehte noch ein paar Videosequenzen und machte Bilder. 

Weiter auf unserer Wanderung mussten wir nun die Schlucht nach links verlassen, um bald auf einem Lavafeld zu stehen. Deutlich zu sehen war, dass dieses Lavafeld noch nicht so alt sein konnte. Ein paar Meter weiter hingegen fanden wir wieder eine ganz andere Vegetation mit schönen Blumen und Farben. Nach weiteren 4 Kilometern mussten wir uns links halten und standen vor einer weiteren Schlucht. Atemberaubend stürzen die Felswände in die Tiefe und beherbergen auf ihrem Boden einen Fluss, der gemütlich hindurch fließt. Beeindruckt von der Schönheit der Natur gingen wir weiter in Richtung Ziel. Dort kamen wir nach 17.4 Km wieder an. Auf dem Rückweg sind wir über die F864 bei der wir uns noch die Wasserfälle Dettifoss und Hafragilsfoss (die Wasserfälle an denen wir bereits gestern waren) von der anderen Seite aus angesehen haben.

Morgen fahren wir zum Vulkan Askja, wir sind gespannt was uns dort erwartet. 

Best Of Pics

Fahrt von Myvatn – Ásbyrgi
Ásbyrgi Canyon
Ásbyrgi Canyon
Jökulsárgljúfur- Nationalparks

Facts zu Island Tag 10

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Höhenmeter
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Wanderkilometer

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