Hochlandstraße Kjalvegur und Geothermie

Eine Hochlandstraße die mal sehr gut, mal sehr schwer zu befahren ist und Geothermalgebiete die einem die Sprache verschlagen vor Schönheit. Von karger Mondlandschaft bis zu einem Flecken Erde der sich in den schönsten freundlichsten Farben präsentiert war heute alles dabei.  

Zum Glück hat sich der Sturm in der Nacht gelegt und am Morgen tröpfelte es nur noch leicht, als wir unser Cottage verließen.  Kurz noch volltanken und ab auf die Hochlandstraße Richtung Gullfoss. 

Der Hochlandweg Kjölur, genauer ist die Bezeichnung Kjalvegur, ist mit etwa 160 km die zweitlängste und mittlere der Hochlandpassagen von Island. Zu Beginn unserer Fahrt war die Schotterpiste noch sehr gut zu fahren. Schnell kamen wir voran und die Landschaft wechselte mal wieder im Minutentakt. Von der kargen Steinwüste bis zur farbenprächtigen Lava-Wüste war alles dabei. Doch mit dem Wetter hatten wir etwas zu kämpfen. Um uns herum hatten wir im Minutentakt wechselnde Wetterbedingungen. Mal hat die Sonne geschienen, mal hatten wir einen Schneeschauer, mal Regen, mal Hagel und alles mit heftigem Wind zusammen. Unser Auto gab schon die Warnung aus, dass wir aufgrund der Temperaturen von 3 Grad langsam und sicher fahren sollen. 

Nach ca. 2 Stunden sind wie in Hverarvellir angekommen. Der Himmel war immer noch Wolkenverhangen und es war eisig kalt. Hverarvellir ist ein Ort an der Hochlandpiste Kjalvegur und bezeichnet einen Zentralvulkan, sowie einen Gletscher. An diesem Ort gibt es thermische Aktivitäten, die man sich auf einem Rundkurs anschauen kann. Kochend heiß sprudelt das Wasser aus der Erde, heißer Wasserdampf strömt aus kleinen Löchern und Schlamm blubbert vor sich hin. Überall sieht man prächtige Farben und es riecht nach Schwefel. Nachdem wir uns das Spektakel angeschaut hatten tranken wir noch einen Kaffee um uns aufzuwärmen und machten uns auf den Weg zum Kerlingafjöll. 

Von nun an wurde die Straße etwas ruppiger, das heißt also mit mehr Schlaglöchern. Irgendwann geht es links von der Hochlandpiste ab und man gelangt nach ca. 10 Kilometern zu einem kleinen Dorf mit Hütten. Von dort wollten wir das Gebiet Hverasvaeði bewandern, um weitere Wunder der Geothermie zu bestaunen. Wir machten uns also auf den Weg und gelangten bald an eine Hinweistafel. Christina glaubte der Ort, den wir an erster Stelle fanden sei der Ort zu dem wir wollten. Also gingen wie den Berg hinauf, und immer weiter nach oben. Landschaftlich war es sehr schön. Als wir nach 45 Minuten noch nichts von der Geothermie entdeckten stellten wir unser Vorhaben, bzw. den Weg in Frage. Wir beschlossen umzukehren und uns genauer zu erkundigen. Wieder im Dorf angekommen erhielten wir die Auskunft, dass der von uns gesuchte Ort ca. 15 Minuten mit dem Auto entfernt lag. 

Also setzten wir uns wieder ins Auto und fuhren den uns beschriebenen Berg hinauf. Die Straße allerdings war so heftig, dass wir kaum glaubten hoch zu kommen. Immer steiler werdende Rampen waren zu bezwingen die in extrem schlechtem Zustand waren. Tausende von Schlaglöchern, Rillen, Schlammfurten aneinander. Wir waren quatsch nass, als wir oben ankamen. Aber was uns da erwartete, ist wohl das schönste Naturerlebnis, was wir je hatten.  Wir sahen hunderte von kleinen Bergen vor uns. Alle in einem Sandton mit vielen anderen Farben. Man hatte das Gefühl man befindet sich in einem künstlich angelegten Gelände. Jeden Berg führten Treppenstufen hinauf und unten im Tal floss ein rostroter dampfender Fluss. Überall kam der Wasserdampf aus der Erde und verteilte sich über das gesamte Gebiet und es roch auch hier wieder nach Schwefel. Zum Glück hatte sich in der Zwischenzeit das Wetter geändert und wir hatten auf einmal strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. Somit kamen diese traumhaft schönen Farben noch mehr zur Geltung. Jeden der Hügel erklommen wir und schauten uns alles an. Gerne wären wir noch länger an diesem Ort geblieben, aber irgendwann mussten wir dann noch wieder gehen. 

Die Bergstraße war runter nicht ganz so schlimm wie rauf, aber trotzdem eine Herausforderung. Wieder auf der Hochlandpiste angekommen ging es weiter Richtung Gullfoss. Die Straße allerdings wurde nur noch schlechter. Ein Schlagloch hinter dem anderen und eine Wasserrille folgte der nächsten. 

Irgendwann haben wir es aber trotzdem geschafft und sind am Gullfoss angekommen. Der Gullfoss besteht aus zwei Stufen. Die erste hat um die 11 m und die zweite 21 m. Seine durchschnittliche Wasserführung beträgt etwa 109 m³/s, im Sommer etwa 130 m³/s. Der größte bisher gemessene Abfluss betrug 2000 m³/s.

Nachdem wir hier noch ein paar Fotos aufgenommen haben sind wir zu unserer Unterkunft.
Morgen geht es den Golden Circle entlang. 

Best Of Pics

Hochlandroute “Kjalvegur”
Hveravellir und Kerlingarfjöll
Kerlingarfjöll
Kerlingarfjöll und Wasserfall Gullfoss

Facts zu Island Tag 5

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Gletscher
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Hochland-Kilometer
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Höhenmeter
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Wanderkilometer

Kerlingarfjöll and its proximity offer variety in landscape and nature that some say is second to none in Iceland.

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